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Naturschutz in der EU / Natura-2000

Der Naturschutz wird in der EU durch mehrere rechtliche Bestimmungen geregelt. Zwei Richtlinien sind dabei aber von ganz zentraler Bedeutung: die Vogelschutz-Richtlinie aus dem Jahr 1979 und die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aus dem Jahr 1992. Richtlinien der EU sind Rechtsnormen, deren inhaltliche Vorgaben von den Mitgliedsstaaten in deren nationalen Gesetzen verankert bzw. umgesetzt werden müssen. Im Gegensatz zu EU-Verordnungen sind sie somit nicht unmittelbar geltendes Recht sondern müssen in die österreichischen (Landes-)Gesetze transponiert werden. In erster Linie geschieht dies durch die Naturschutzgesetze der Länder, daneben aber beispielsweise auch durch die Jagd-, Fischerei- oder Nationalparkgesetze.

Vogelschutzrichtlinie

Die „Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten“ – kurz: Vogelschutz-Richtlinie – regelt den Schutz und die Nutzung aller wildlebenden Vögel in der EU.
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Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie)

Die „Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen“ (Kurzbezeichnung Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie oder FFH-Richtlinie) wurde erst 13 Jahre nach der Vogelschutz-Richtlinie erlassen.
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Natura 2000

Das EU-weite Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000, das als Begriff mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie geschaffen wurde, setzt sich aus den besonderen Schutzgebieten zusammen, die die Mitgliedsstaaten in Umsetzung der Vogelschutz-Richtlinie und der FFH-Richtlinie ausgewiesen haben.
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