Mariazellwallfahrt
Der Überlieferung nach wurde Mariazell 1157 „gegründet“. Im Laufe der 850 Jahre wurde die Madonna von Mariazell zur „Magna Mater Austriae“ (Grosse Mutter Österreichs) „Magna Domina Hungarorum“, (Große Herrin von Ungarn) und zur „Alma Mater Gentium Slavorum“ (Gütige Mutter der slawischen Völker).
Schon in den 1. „Mirakelbüchern“, in welchen wunderbare Gebetserhörungen veröffentlicht wurden, finden wir Pilger aus dem heutigen Burgenland verzeichnet.
Die Fürsten Esterházy, ebensolche Verehrer der Mariazeller Madonna, wie die Habsburger, besuchten nicht nur selbst häufig den Wallfahrtsort (Fürst Paul soll im Laufe seines Lebens achtundfünfzig Mal in Mariazell gewesen sein!), sonder führte häufig selbst Wallfahrten seiner Untertanen an (1691 sollen es 11.000 gewesen sein).
Nach 1921 wurden vor allem die Kroaten des Burgenlandes ermuntert, die Wallfahrten - nunmehr als „Österreicher“ - fortzusetzen.
Ursprünglich waren Wallfahrten, zumindest für die überwiegende Zahl der Pilger, natürlich Fußwallfahrten. Nach Eröffnung der „Mariazellerbahn“ 1907 wurde sie zu einem wichtigen Transportmittel. Nach 1955 wurde die „Wallfahrt“ nahezu ausschließlich tatsächlich zur Fahrt mit Bus und später vor allem zur Autofahrt.
Zwar wurde die Fußwallfahrt nicht ganz verdrängt, eine Art „Renaissance“ erlebte und erlebt sie jedoch etwa seit 20 Jahren.
