Historisches zum Fall des Eisernen Vorhangs
Im Spätsommer und Herbst 1989 ereignete sich vor unserer Haustür das wahrscheinlich bedeutendste historische Ereignis aller Zeiten. Der Eiserne Vorhang – eine Bruchlinie der Menschlichkeit, die den Ostblock von der westlichen Welt mehr als 40 Jahre hermetisch abgeriegelt hatte – wurde überwunden. Hunderte Menschen aus der heutigen Tschechische Republik, der Slowakei und Ungarn starben in den Jahren 1948 bis 1989 beim Versuch den Eisernen Vorhang zu überwinden. Im Jahr 1948 wurde mit dem Bau der mechanischen Sperranlage begonnen. Dahinter befand sich der gefürchtete Mienengürtel. Doch bereits 1955/56 wurde der Stacheldraht erstmals entfernt. Die Tauwetterperiode nach dem Tod Stalins machte es möglich. Nach dem Trauma des Volksaufstands des Jahres 1956 wurde er wieder errichtet, höher und unüberwindbarer denn je.
1965 modernisiert, begann am 2. Mail 1989 der kaum wahrgenommene Abbau. Im Sommer 1989 sah das Burgenland eine beispiellose Fluchtbewegung, bis am 11. September 1989 die Grenze schließlich geöffnet wurde. An diesem Tag kündigte Ungarn einseitig das Reiseverkehrsabkommen mit der DDR. Damit durften Bürger des Ostblocks ungehindert die burgenländisch-ungarische Grenze passieren.
Der Eiserne Vorhang war gefallen.


