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Die Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung im Burgenland bleibt auf konstant hohem Niveau: BURGEF-Vorsitzender Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar und Prof. Dr. Peter Filzmaier ©

Bevölkerung stellt Gesundheitsversorgung ein positives Zeugnis aus

24.04.2012 11:35
Gesundheitsbarometer: Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung im Burgenland bleibt auf konstant hohem Niveau

Das Institut für Strategieanalysen (ISA) hat im Auftrag des Burgenländischen Gesundheitsfonds die vierte Welle des Gesundheitsbarometers Burgenland durchgeführt. Ziel der telefonischen Befragung war es, Basisdaten über die Einstellungen und Meinungen der burgenländischen Bevölkerung ab 16 Jahren zur Gesundheitsversorgung im Bundesland zu erheben. 1401 Personen wurden befragt. Die Burgenländerinnen und Burgenländer stellen der Gesundheitsversorgung im Land ein positives Zeugnis aus, sagt BURGEF-Vorsitzender Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar: „Die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem im Burgenland bleibt auch bei der vierten Befragung konstant hoch. Rund neun von zehn Personen sind entweder sehr oder etwas zufrieden. Das ist sehr erfreulich und auch wichtig. Die Burgenländerinnen und Burgenländer sind auch sehr optimistisch, was die Zukunft betrifft. Für die Zukunft erwarten 44 Prozent ein konstantes Niveau, rund 30 Prozent eine Verschlechterung." Schwerpunkt dieser vierten Welle war die Meinung der BurgenländerInnen zu Einsparungen im Gesundheitsbereich.

Schwerpunkt: Kostenbewusstsein im Gesundheitswesen
Ziel der telefonischen Befragung war es, Basisdaten über die Einstellungen und Meinungen der burgenländischen Bevölkerung ab 16 Jahren zur Gesundheitsversorgung im Bundesland zu erheben und zu beobachten, ob und wie sich die Ergebnisse in einen längeren Zeitraum hinweg präsentieren. „55 Prozent sind sehr zufrieden, nur einer von einhundert ist gar nicht zufrieden mit dem Gesundheitssystem im Burgenland. 52 Prozent sehen eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr und 22 Prozent rechnen mit einer weiteren Verbesserung. Es gibt aber auch Ängste, dass gespart werden muss. Das hängt mit den Sparmaßnahmen im öffentlichen Bereich auf bundespolitischer Ebene zusammen. Muss gespart werden, steigen die Ängste“, berichtet Prof. Dr. Peter Filzmaier vom ISA Institut.

Zwei Drittel der Befragten halten es nicht für nötig, dass im Gesundheitsbereich gespart wird. „Die Burgenländer und Burgenländerinnen haben ein gutes Gespür was die Organisation im Gesundheitswesen betrifft. Wir setzen auf wohnortnahe Krankenhäuser und leichte Erreichbarkeit.“ Sollte es aber zu solchen Einsparungen kommen, dann rechnen 45 Prozent auf jeden Fall und 32 Prozent eher schon mit negativen Auswirkungen auf die Versorgung im Burgenland.

Als Reaktion auf steigende Gesundheitskosten halten 71 Prozent eine stärkere Kontrolle von Ausgaben und deren Verwendung für sehr gut geeignet, 67 Prozent eine bessere Vernetzung von behandelnden ÄrztInnen und Einrichtungen. Steuerliche Abgaben für die Gesundheitsversorgung zu erhöhen oder staatliche Leistungen zu reduzieren, halten demgegenüber nur acht bzw. sechs Prozent für sehr sinnvoll. 54 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Versorgung im Burgenland ohne große Kostensteigerungen aufrechtzuerhalten sei, 38 Prozent zweifeln daran. Besonders besorgt zeigen sich Frauen.

Vertrauen in die Krankenhäuser leicht gestiegen
Das Vertrauen in die Krankenhäuser im Burgenland ist im Vergleich zu 2011 leicht gestiegen, ebenfalls wird die Qualität etwas besser bewertet. Dass die Einrichtungen zu viel Geld kosten würden, meint rund ein Drittel (16 Prozent stimme voll und ganz zu). Ein weiteres Drittel traut sich hier kein Urteil zu.

Die telefonische Befragung wurde von Telemark Marketing zwischen 13. bis 29. Februar 2012 durchgeführt, insgesamt wurden 1.401 BurgenländerInnen ab 16 Jahren befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, in jedem Bezirk wurden mindestens 200 Personen interviewt, die Städte Eisenstadt und Rust wurden im Bezirk Eisenstadt Umgebung zusammengefasst. Die maximale Schwankungsbreite beträgt +/-2,6 Prozent.

Für den Inhalt verantwortlich
Wolfgang Sziderics
Landesmedienservice
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