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Zum Thema „richtig Heizen“: LR Verena Dunst und Ing. Franz Bauer ©

Richtig Heizen hilft sparen und schont die Umwelt

08.02.2012 13:48
LR Dunst: „Jeder kann einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.“

Mit den frostigen Temperaturen rückt das Thema Heizen verstärkt in den Mittelpunkt ¬und damit auch die Feinstaubproblematik. „Das Thema Feinstaub hat in den letzten Jahren eine unerfreuliche Aktualität bekommen. Das Land Burgenland hat bereits viele Maßnahmen umgesetzt u die Feinstaubbelastung zu reduzieren. 60 Prozent der Feinstaubbelastung in Österreich ist durch Windvertrag aus den Nachbarländern importiert, 40 Prozent sind hausgemacht. Von den im Burgenland verursachten Emissionen stammt die Hälfte vom Hausbrand. Seit einigen Jahren sind Kaminöfen und Stückholzöfen sehr beliebte Zweitheizungen und so ein wesentlicher Verursacher des Feinstaubs im privaten Haushalt. Jeder Einzelne ist somit gefordert seinen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Richtiges Heizen reduziert giftige Feinstaubemissionen, spart Heizmaterial und Geld, spendet Wärme und Behaglichkeit und schont letztendlich die Gesundheit. Wenn die Grundregeln beachtet werden kann ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden“, rät Landesrätin Verena Dunst, zuständiges Regierungsmitglied für Luftgüte, bestimmte Grundregeln beim Heizen zu beachten. Wer richtig heizt, achtet auf die Beschaffenheit des Holzes, die optimale Holzmenge, sorgt für genügend Luftzufuhr bei der Verbrennung und reinigt regelmäßig den Ofen.

Auf keinen Fall im Ofen landen darf Abfall, dass schade nicht nur Menschen und der Umwelt sondern sei auch strafbar, warnt Dunst: „Nach dem Bestimmungen des Burgenländischen Luftreinhalte-, Heizungsanlagen- und Klimaanlagengesetztes 2008 dürfen keine Abfälle wie zum Beispiel Verpackungsmaterialien, Kunststoffe, Wegwerfwindeln, Textilien, Leder, Küchenabfälle oder beschichtetes und imprägniertes Holz verbrannt werden.“ Es drohen saftige Verwaltungsstrafen bis zu 1500 Euro. „Der Schornsteinrauch wird von vielen unterschätzt, er belastet uns unmittelbar, denn was oben rauskommt kommt sehr schnell wieder beim Fenster rein, dem eigenen und bei den Nachbarn, und belastet uns mehrere Stunden“, gibt Ing Franz Bauer, Abteilung Luftgüte, zu bedenken. Nach der EU-Richtlinie 1999/30/EG sind maximal an 35 Tagen Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes von 50 µg/m3 pro Jahr zulässig. 2011 wurde der Wert im Burgenland an über 50 Tagen überschritten, heuer bereits an fünf Tagen.

Trockenes naturbelassenes Holz
Die wichtigste Voraussetzung beim Heizen mit Holz ist die Trockenheit des Brennstoffes. Da feuchtes Holz einen niedrigeren Brennwert als trockenes Holz hat, weil das gespeicherte Wasser verdampft werden muss, wofür Heizenergie verbraucht wird, kommt es zu vermehrter Rußbildung in den Heizanlagen. Holz sollte 2-3 Jahre getrocknet werden. „Wird Holz nur ein Jahr getrocknet geht ein Fünftel der im Holz gespeicherten Energie und somit der Wärme nicht ins Wasser sondern den Rauchfang hinaus“, so Bauer.

Die optimale Holzmenge
Holz sollte in möglichst gleich große, maximal unterarmgroße Stücke gespalten werden und im Freien, vor Regen und Bodenfeuchtigkeit geschützt gelagert werden. Weichholz sollte mindestens zwei Jahre getrocknet werden, Hartholz eher drei Jahre. „Ein Tipp: Mehrmals kleinere Mengen nachlegen als einmal eine zu große Menge“, rät Dunst.

Regelmäßige Reinigung
Auch bei sorgfältigem Betrieb der Holzheizung ist eine regelmäßige Reinigung sowie die Kontrolle durch den Rauchfangkehrer notwendig. Diese sichert die Aufrechterhaltung einer effizienten Heizungsanlage und ist eine wesentliche Voraussetzung für zufriedenstellende Emissionswerte.
Bei Holzheizungen jeder Art ist es sehr wichtig, oft den austretenden Schornsteinrauch zu beobachten, weil er Auskunft über die Qualität der Verbrennung gibt. Er sollte idealerweise weiß sein, je dunkler desto schlechter ist die Verbrennung und damit der Brennstoffverbrauch.

Richtige Luftzufuhr
Die Luftzufuhr beeinflusst die Energieausbeute und die Schadstoffentwicklung enorm. Achten Sie in jedem Fall auf eine ausreichende Luftzufuhr. Während das Feuer brennt bleiben die Luftschieber offen: nur helle, gelb-rötliche Flammen sollten auftreten. Mechanische Lüftungen wie z. B. Dunstabzugshauben, können die notwendige Luftzufuhr beeinträchtigen.

Umfassende Informationen zum Heizen bietet der Themenbrief „Heizung“: http://umwelt.burgenland.at/home/downloads

Für den Inhalt verantwortlich
Wolfgang Sziderics
Landesmedienservice
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