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„Einkaufsbummel"

17.05.2010 10:56
Das Familienreferat des Amtes der Bgld. Landesregierung hat gemeinsam mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft im Rahmen der Aktivitäten des Burgenländischen Forums gegen Gewalt den Film „Einkaufsbummel“ produziert.

Familienlandesrätin Verena Dunst: „Mit den Augen eines Kindes zu sehen, ist ein ganz besonderer Blickwinkel, der uns Erwachsenen manche Erlebnisse und Situationen in völlig neuem Licht näher bringt.“

Ein banaler Einkaufsbummel von Eltern mit ihrem Kind ist die Ausgangssituation dieses Filmes. Das Besondere dabei ist der Blickwinkel der Kameraführung, der aus der Augenhöhe eines drei- bis vierjährigen Kindes den Zuschauern alltägliche Situationen neu erleben lässt. So sollen die Zuschauerinnen und Zuschauer verstehen lernen, dass vieles, was für uns Erwachsene selbstverständlich erscheint, für Kinder durchaus bedrohlich sein kann.

Unterschiedliche Betrachtungspositionen
Die differenzierte Betrachtungsweise von alltäglichen Standardsituationen führt oft zu unterschiedlichen Gefühlen und in der Folge zu Verhaltenweisen, die gegenseitig oft nicht verstanden werden. Daraus entwickeln sich Konfliktsituationen, die durch „gegenseitiges Hineinfühlen“ leicht vermieden werden könnten. Kinder- und Jugendanwalt Mag. Christian Reumann: „Ein Erwachsener erlebt das Zusammentreffen mit einem großen Hund als durchaus weniger bedrohlich als ein Kind, das sich genau auf Augenhöhe mit dem Tier befindet. Dabei kommt es oft zu Missverständnissen aufgrund der Reaktion des Kindes und auch das Kind fühlt sich unverstanden.“

Seine Perspektive zu verändern und sich in den anderen hineinzufühlen sind Ideen und Ansätze um solche Situationen zu vermeiden. Andere zu verstehen, heißt miteinander rücksichtsvoller und damit positiver umzugehen und zu kommunizieren. „Gewalt gegen Kinder ist in jeglicher Hinsicht inakzeptabel, auch wenn die Gewalt aus einem Missverständnis heraus entsteht.“ so Landesrätin Verena Dunst, zuständiges Regierungsmitglied für Jugendschutz.

Der Film ist auf www.burgenlandtv.at zu sehen, sowie auf www.youtube.com abrufbar. Das Drehbuch stammt vom Kinder- und Jugendanwalt Mag. Christian Reumann, produziert wurde „Einkaufsbummel“ von BurgenlandTV.

UN-Studie Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
Von der UN-Generalversammlung wurde 2001 ein unabhängiger Experte beauftragt, mittels einer Studie das weltweite Phänomen der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu untersuchen. Die Studie zeigt ein globales Bild von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und enthält Empfehlungen, wie diese zu verhindern bzw. wie darauf zu reagieren wäre.

Die Besonderheit von Kindern (Alter, Körpergröße und –gewicht) ihre Fähigkeiten und ihre Verletzlichkeit erfordern einen speziellen Schutz gegen Gewalt. Dieser Schutz beginnt nicht bei der Bestrafung von Tätern sondern schon bei der Sensibilisierung der Erwachsenen.

Für den Inhalt verantwortlich:
Mag. Herbert Oschep
Öffentlichkeitsarbeit Büro Landesrätin Verena Dunst
Telefon: 02682 600 2125 oder 0664 963 66 79
E-Mail: herbert.oschep@bgld.gv.at