Finanzsituation als festes Fundament
Im April 2010 verzeichnete das Burgenland im Vorjahresvergleich einen Rückgang bei den Arbeitslosen um 7,9%, ein Beschäftigungsplus von 0,7% auf insgesamt 91.552 Personen – so viele wie noch nie im Monat April in der Geschichte des Burgenlandes, einen Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit bei den 15 bis 19jährigen um 16,7% und bei den 20 bis 24jährigen um 15,4% sowie Rekordzuwachsraten im Tourismus.
„Dieser Erfolg, diese herausragenden Ergebnisse sind das Resultat einer soliden und vernünftigen Finanz- und Wirtschaftspolitik, die auf Basis des Budgets in Kooperation mit den Sozialpartnern umgesetzt werden konnte. Eine aktuelle Studie der Bank Austria bestätigt, dass wir Burgenländer im Österreichweiten Vergleich die Nummer 1 sind und der Krise besser trotzen konnten als jedes andere Bundesland“, betonten Landeshauptmann Hans Niessl und Finanzlandesrat Helmut Bieler am 14. Mai 2010 gegenüber Medienvertretern.
Unter der Regie von Finanzlandesrat Helmut Bieler konnten seit dem Jahr 2000 neun Budgets vorgestellt werden, wo das Burgenland keine neuen Schulden machen musste. Der Schuldenstand des Landes konnte - gemessen am Budget - von 50% im Jahr 2000 bis in das Jahr 2009 auf 21,7% vermindert werden. Durch ein bewusstes in Kauf nehmen einer Neuverschuldung zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise wird sich der Schuldenstand Ende 2010 auf 231,5 Millionen Euro belaufen. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 733,-- Euro.
Die rund 25 Millionen Euro an Mehrausgaben des 1,065 Milliarden starken Landesbudgets 2010 dienen verstärkt der Bekämpfung der Wirtschaftskrise, der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen und dem weiteren Ausbau des Gesundheitswesens. Weiters wurde die Wohnbauförderung auf 140 Millionen Euro aufgestockt. Mit annähernd gleichenden Ein- und Ausgaben von rund 225 Millionen Euro wurde das Budget für das 1.Quartal 2010 plangemäß erfüllt.
Das Kraftpaket für den Mittelstand habe, so Niessl und Bieler unisono, mit der Erhöhung des Haftungsstandes auf 100 Millionen Euro seine Wirkung gezeigt. Rund 70 Millionen Euro an Haftungen konnten an burgenländische Firmen vergeben werden und so der Kreditklemme der Unternehmen entgegenwirken. Auch das Kraftpaket für Beschäftigung im Ausmaß von 430 Millionen Euro konnte bereits zu 65% umgesetzt werden.
Dass das Burgenland auf eine hervorragende und solide Finanzsituation verweisen kann, beweist auch ein von der Agentur Standard & Poor's bescheinigtes langfristiges Rating von AA+ (zweitbeste Bewertung) sowie ein kurzfristiges Rating von A1+ (beste Bewertung). Das Burgenland kann aber auch auf eine erfolgreiche und stabile Wertentwicklung des Burgenland-Fonds durch sichere und konservative Veranlagung in Anleihen verweisen. Der aktuelle Substanzwert des Burgenland Fonds ist seit 2006 bis einschließlich April 2010 von 225 auf 238,4 Millionen Euro angewachsen. Seit 2006 konnte durch die erfolgreiche Entwicklung ein jährlicher Gewinn von 8 bis 9 Millionen Euro ausgeschüttet werden.
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Hermann Fercsak
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