Neue Qualität in der onkologischen Versorgung im Burgenland
Im Jahr 2008 wurde die Neuorganisation der Onkologie im Burgenland gestartet. Aus Gründen der Qualitätssicherung wird die onkologische Versorgung im Burgenland auf zwei Standorte konzentriert. Onkologische Grundversorgung wird aber an allen Standorten geboten. „Ich bin davon überzeugt, dass mit der Neuorganisation der Onkologie mit dem Tumorboard die Qualität in der medizinischen Versorgung des Landes deutlich angehoben wird. Die ersten Erfahrungen damit sind sehr positiv“, unterstrich Landeshauptmann Hans Niessl den Stellenwert des Projekts „Onkologie Neu im Burgenland“.
Mit dem Onkologie-Projekt wird die onkologische Versorgung im Burgenland neu organisiert und verbessert. Gestartet wurde die Neuorganisation der Onkologie vor zwei Jahren. Aus Gründen der Qualitätssicherung soll die onkologische Versorgung nun auf zwei Standorte konzentriert werden, nämlich auf Oberwart für den Süden und im Norden in Eisenstadt. Die onkologische Grundversorgung wird aber an allen Standorten geboten werden. Ein wichtiges Arbeitsinstrument dabei ist das interdisziplinär organisierte Tumorboard. „Die Einrichtungen von Tumorboards sind Teil der Qualitätssicherung unserer Krankenanstalten. Die Spitalserhalter müssen dafür Sorge tragen, dass die Vorgaben des Österreichischen Strukturplanes Gesundheit eingehalten werden. Die Nichteinhaltung der ÖSG-Vorgaben, kann für die Spitalserhalter/Träger und deren verantwortliche Personen bedeutende juristische Konsequenzen haben“.
Die Versorgung von Patienten mit bösartigen Tumoren hat in den letzten 15 Jahren enorme Komplexität erreicht. Die teilweise hochkomplexen diagnostischen Aufgaben können oft nur von Schwerpunktabteilungen mit entsprechend geschultem Personal erledigt werden. Diese hochsensible Diagnostik ist dann die Grundlage der oftmals kostenintensiven und vielfach komplexen, oft auch interdisziplinären Therapiekonzepte. Zudem ist die neue Tumortherapie ein sehr wesentlicher Kostenfaktor in den Krankenanstalten.
„Das Tumorboard ist ein Instrument zur Bündelung der Kräfte und der Kompetenzen“, sagte dazu Mag. Hannes Frech, KRAGES-Geschäftsführer. „Das burgenländische Onkologiekonzept ist die richtige Idee zur richtigen Zeit. Wichtig für den Patienten ist, dass eine wohnortnahe Therapie durchgeführt werden kann“, betonte Prim. Prof. Dr. Christian Sebesta, Aufsichtsratsmitglied der KRAGES und Hämatoonkologe. Dr. Karin Eglau, KRAGES Medizincontrollerin und Projektkoordinatorin hob als großen Vorteil die Bündelung der Kompetenzen unterschiedler Fachbereiche hervor und die Möglichkeit des häuserübergreifenden Austauschs bei Diagnose- und Therapiebesprechungen.
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