Talsohle durchschritten - Trendwende geschafft
Dass die eingeschlagene Richtung in der Arbeitsmarktpolitik stimmt, die Talsohle durchschritten und seit Februar eine nachhaltige Trendwende am Arbeitsmarkt geschafft werden konnte, beweisen die aktuellen Arbeitsmarktdaten eindeutig: Im April gab es im Vorjahresvergleich einen Rückgang bei den Arbeitslosen um 7,9%. Österreichweit gab es ein durchschnittliches Minus von 3,3%. Darüber hinaus konnte gegenüber 2009 ein Beschäftigungsplus von 0,7% auf insgesamt 91.552 Personen – so viele wie noch nie im Monat April in der Geschichte des Burgenlandes – verzeichnet werden. Im Österreich-Schnitt gab es ein Plus von 0,3%. Das Burgenland nimmt damit im Bundesländervergleich eine Top-Position ein.
„Dieser Erfolg, diese herausragenden Ergebnisse sind das Ergebnis klarer Verhältnisse und rascher Entscheidungen, die wir getroffen haben. In Kooperation mit den Sozialpartnern ist es uns gelungen, auf der Basis von dementsprechenden Kraftpakten der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise entgegenzusteuern, Maßnahmen für die Belebung der Konjunktur einzuleiten bzw. Impulse für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen zu setzen. Gemeinsam haben wir eine starke Achse im Kampf gegen die Krise gebildet“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl.
Das Burgenland verzeichnet, so Bundesminister Rudolf Hundstorfer, die beste Arbeitsmarktentwicklung aller Bundesländer. Auch bei der Jugendbeschäftigung hat das Burgenland die Trendwende geschafft: So ist die Jugendarbeitslosigkeit bei den 15 bis 19jährigen um 16,7%, bei den 20 bis 24jährigen um 15,4% rückläufig. Die Basis dafür wurde in einem 9 Millionen Euro umfassenden Maßnahmenpaket gelegt, das das Land - gemeinsam mit dem AMS und den Sozialpartnern – geschnürt hat. Dieses Paket ist ein Angebot an 1.000 junge Burgenländerinnen und Burgenländer. Jeder Jugendliche soll dadurch die Chance auf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz bekommen, womit das Burgenland Vorreiter bei der Umsetzung der Ausbildungsgarantie ist. Darüber hinaus gibt es im Burgenland seitens des Landes das Modell „Lehre mit Matura“. Das Land ist aber auch - gemeinsam mit den landesnahen Betrieben – mit mehr als 100 Lehrlingen der größte Lehrlingsausbilder im Burgenland. Insgesamt stehen landesweit derzeit etwas mehr als 3.000 Lehrlinge in Ausbildung.
Dazu Landesrat Dr. Peter Rezar abschließend: „Das Land Burgenland hat sich arbeitsmarktpolitisch seit 2007 - dem Start des Phasing Out - schwerpunktmäßig auf junge Arbeitnehmer bis 25, auf ältere Arbeitnehmer - 50+, auf die Reintegration in den Arbeitsmarkt, auf die Facharbeiterausbildung, auf den Gesundheitstourismus sowie auf Gesundheits- und Pflegeberufe konzentriert. Wir werden in den kommenden Monaten unsere Politik fortführen, um diese positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu prolongieren! Das gelingt, wenn wir in die Ausbildung investieren, wenn es besser qualifizierte Menschen gibt, denn gut ausgebildete Fachkräfte sind wichtig für eine positive wirtschaftliche Entwicklung, damit das Burgenland auch weiterhin im Wettbewerb erfolgreich bestehen kann.“
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Hermann Fercsak
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