Positive Bilanz: Ein Jahr „Lehre mit Matura“
Landesrat Dr. Peter Rezar, Wirtschaftskammerpräsident Ing. Peter Nemeth und Mag. Josef Wiesler, Vorsitzender des Bildungsbeirates der WK besuchten heute die neuen Schülerinnen und Schüler des Modells „Lehre mit Matura“ am ersten Schultag. Damit starten an den Standorten Eisenstadt und Oberwart 34 Lehrlinge eine Ausbildung, die parallel zu ihrer Facharbeiterausbildung, eine Reifeprüfung bietet. Gleichzeitig wurde auch Bilanz über das erste Jahr „Lehre mit Matura gezogen.
Derzeit nehmen 127 Lehrlinge das Bildungsangebot „Lehre mit Matura“ in Anspruch und drücken einen Tag pro Woche, nämlich jeweils am Freitag oder als zweite Variante abends, die Schulbank und werden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie in einem Fachbereich unterrichtet. Davon sind 34 Mädchen und Burschen im ersten Schuljahr und haben heute mit ihrer Ausbildung begonnen. „Die Vorteile dieser Ausbildung liegen auf der Hand. Lehre mit Matura ist eine praxisorientierte Ausbildung mit vier Tagen in der Woche in einem Betrieb mit einem eigenen Einkommen. Mit dem Abschluss können die Facharbeiter eine Fachhochschule oder eine Universität besuchen“, zählt Soziallandesrat Dr. Peter Rezar die Vorteile auf. „Das Land Burgenland investiert viel in die Ausbildung von jungen Menschen. Denn der Bedarf an gut ausgebildeten Facharbeitern steigt. Sie sind die Voraussetzung für einen attraktiven Wirtschaftsstandort und eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik“, betont LR Rezar weiter.
Im ersten Schuljahr wurden für Lehre mit Matura insgesamt 165.250 Euro aufgewendet, 29.250 Euro davon gingen an die Unternehmen. „Das Projekt wird von den Lehrlingen, den Firmen und Eltern sehr positiv bewertet. Firmen fragen über den Projektverlauf nach und unterstützen die Matura-Ausbildung ihrer Lehrlinge“, sagt Wirtschaftskammerpräsident Ing. Peter Nemeth. Der Besuch der Vorbereitungslehrgänge, die Abschlussprüfungen und sämtliche Lernunterlagen sind für die Teilnehmer kostenlos.
Die Lehrzeit wird bei Lehrzeitverlängerung um mindesten sechs Monate verlängert (3 ½ bzw. 4 Jahre), „das deshalb weil der Lehrling ja an einem Tag pro Woche den Vorbereitungslehrgang auf die Berufsreifeprüfung besucht“, erklärt der Vorsitzende des WK-Bildungsbeirats, Mag. Josef Wiesler. Die Lehrlinge erhalten auch für den Schultag eine Lehrlingsentschädigung. Für diese 113 Tage entstehen den Betrieben Mehrkosten von 6.000 bis 8.000 Euro, wobei die Betriebe 2.500 Euro als Förderung erhalten. Burgenlandweit ermöglichen 63 Betriebe ihren Lehrlingen diese Ausbildung.
„Mit Lehre mit Matura haben wir einen wichtigen bildungspolitischen Meilenstein dem burgenländischen Ausbildungssystem hinzugefügt – wie schon mit der neuen Mittelschule, damit wir jungen Menschen im Burgenland die beste Ausbildung ermöglichen“, so Landesrat Dr. Peter Rezar abschließend.
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