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LH Hans Niessl und Technologiebeauftragter DI Hans Binder präsentierten heute die Bilanz der Burgenländischen Energieagentur © Land Burgenland

„Das Burgenland soll bis 2020 energieautark werden“

22.10.2009 13:19
LH Niessl und Technologiebeauftragter Binder setzen künftig auf Elektromobilität
„Im Jahr 2020 sollen 100 Prozent des heimischen Energiebedarfs aus erneuerbarer Energie kommen und das Burgenland energieautark sein. Dazu wird auch die Energieagentur beitragen“, ist LH Hans Niessl überzeugt. Gemeinsam mit dem Technologiebeauftragten des Landes, DI Hans Binder, präsentierte er heute eine Bilanz und einen Ausblick über die Aktivitäten der Burgenländischen Energieagentur.

Aufgabe der Energieagentur ist die Förderung des sinnvollen und effizienten Einsatzes von Energie im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich. Weitere Aufgaben der Energieagentur sind die Energieförderung, die Energieforschung sowie die Nutzung neuer Technologien, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung heimischer, regenerierbarer Energie. Seit 1. Juli 2008 wird die Förderung von Alternativenergieanlangen von der Energieagentur durchgeführt. „Die Energieagentur ist eine wichtige Servicestelle für alle, die ein Haus bauen oder sanieren möchten und mit der erzielten Energieersparnis Geld sparen möchten“, informierte Landeshauptmann Hans Niessl. Es werden auch regelmäßige Informationstage in den Bezirken abgehalten.

Die Burgenländische Energieagentur hat im heurigen Jahr bislang 2.350 Ansuchen im Bereich der Ökoenergie bewilligt, die Höhe der Zuschüsse beträgt rund 5 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren konnte eine deutliche Zunahme verzeichnet werden: Konnten im Jahr 2006 noch 1.471 Alternativenergieanlagen gefördert werden, so sind heuer bereits 2.924 Förderansuchen einlangt – 2.350 davon konnten bereits bewilligt werden. Gefördert werden etwa Heizungs-Wärmepumpen, Teilsolare Raumheizungen, Solaranlagen und auch Kachelöfen. Es wurden bisher mehr als 1.000 kostenlose Energieberatungen im privaten Bereich durchgeführt. Das Beratungsangebot soll künftig auch auf den gewerblichen Bereich und die Industrie ausgedehnt werden. „Die Beratungen werden von vier Mitarbeitern der Energieagentur durchgeführt, es stehen aber auch 15 externe Berater zur Verfügung, um die große Zahl der Beratungen durchführen zu können“, erklärte der Leiter der Burgenländischen Energieagentur, der Technologiebeauftragte des Landes, DI Hans Binder, und betont weiters: „Das kostenlose Beratungsangebot wird sehr geschätzt, weil die Beratung neutral ist. Am sinnvollsten ist eine Beratung am Anfang der Bauphase und nicht wenn bereits alle Aufträge vergeben sind“. Häufiger Fehler sei eine falsche Dimensionierung der Heizungs- oder Warmwasserbereitungsanlage.
Weitere Aufgaben und Ziele der Energieagentur sind zum Beispiel lokale und grenzüberschreitende Projekte, die Entwicklung eines landesweiten Energiekonzepts. „Das Burgenland will bis 2013 stromautark sein und bis zum Jahr 2020 energieautark“, nannte der Landeshauptmann ein ehrgeiziges Ziel. Ein wichtiger Bereich dabei ist die Elektromobilität. Erst kürzlich konnte ein E-Mobilitätsprojekt gemeinsam mit der BEWAG vorgestellt werden. Die Umsetzung erfolgt 2010. All diese Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass das Burgenland bis 2020 zur energieautarken Region wird. „Wir haben ein wichtiges Ziel, und wir sind auf dem richtigen Weg“, so der Landeshauptmann abschließend.

Für den Inhalt verantwortlich
Mag.a Margit Fröhlich
Landesmedienservice
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